Von der Früherkennung bis zur Nachsorge

5. German Cancer Survivors Day in Berlin, 6.6.2019

"Lass uns sprechen.., über Krebs..", der Wunsch nach Normalität verbindet die Teilnehmer des 5. German Cancer Survivors Day (1), die sich mit ihren ganz persönlichen Geschichten an die Öffentlichkeit trauen und sie erzählen, z. B. auch in einem neuen Format - als Poetry Slam. Ganz verschieden beschreiben drei Betroffene in ihren Slams das Gefühl, wie die Krebsdiagnose ihre Welt aus den Angeln hebt - nichts mehr ist wie es war, und der Kampf zurück ins Leben plötzlich das gesamte Denken und Fühlen einnimmt. Großartig und sehr berührend! Vielen Dank an diese mutigen Menschen. Vielen Dank an die Deutsche Krebsstiftung für die Offenheit, neue Wege zu gehen in der Kommunikation über Krebs und mit Krebspatienten.

Da ist der Übergang hart - zu einem eher technischen Thema: Gesundheits-Apps. Direkt im Anschluss an die Slammer will die Gründerin der Plattform HealthOn, Dr. Ursula Kramer, über das aktuelle Angebot, Trends und über Fallstricke für Nutzer von Gesundheits-Apps informieren. Wie kann Digitalisierung helfen, die Krankheit Krebs früher zu erkennen und besser zu bewältigen, wie tragen Apps & Co dazu bei, dass Menschen besser zurückfinden ins Leben?

In der Diskussion wird klar: Es gibt eine große Bandbreite von digitalen Helfern - die Vertrauenswürdigen zu finden, sie selbstbestimmt zum eigenen Nutzen anzuwenden, ist eine Herausforderung:

  • Was passiert mit den hochsensiblen Daten, die ich in ein Symptomtagebuch eingebe?
  • Was, wenn ich mich in einer virtuellen Selbsthilfegruppe per App über mein familiäres Brustkrebsrisiko mit anderen Betroffenen austausche und diese Info kommt in falsche Hände?
  • Will ich Daten zu meiner Krankengeschichte zu Forschungszwecken zur Verfügung stellen -und wenn ja, unter welchen Bedingungen?

Das waren u. a. Fragen, die die Digital Health Expertin Dr. Ursula Kramer im Gespräch mit dem Moderator Stephan Pregizer thematisiert, um Krebspatienten für die Möglichkeiten digitaler Helfer zu interessieren und sie gleichzeitig dafür zu sensibilisieren, bei der Auswahl und Nutzung Vorsicht walten zu lassen. Ihr Credo: "Macht Euch bewusst, mit wem Ihr welche Daten teilt. Seid interessiert und offen für die technischen Innovationen. Da entwickelt sich Vieles und da ist auch viel Gutes dabei. Nutzt diese Helfer, um schneller an bessere Informationen zu kommen, um die Kommunikation mit anderen Betroffenen oder mit Euren Therapeuten zu unterstützen. Nutzt sie vor allem zu Eurem Wohl und macht Euch schlau, welche Orientierungshilfen es gibt (2), um die Spreu vom Weizen zu trennen."

Quellen:

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