Digitale Transformation ist Change Management und lebt von den Menschen, die sie mitgestalten

Digitale Transformation ist Change Management und lebt von den Menschen, die es mitgestalten

Alle sprechen von den großen Potentialen, die mit der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung verknüpft sind. Die einen haben die wirtschaftliche Seite im Blick, hoffen, dass sich Einsparungen erzielen lassen und die medizinische Versorgung günstiger wird (1). Die anderen sehen große Chancen für mehr Patientensicherheit, für einen größeren Nutzen von Therapien für den Patienten und die stärkere Einbeziehung von Patienten im Sinne einer Demokratisierung der Gesundheitsversorgung. Egal von welcher Seite man sich nähert, ohne die vielen, verschiedenen Akteure mitzunehmen - Bürger, Patienten, Gesundheitsfachberufe, Forscher - wird es nicht gehen. Was heißt das? Nutzer müssen auf diese neuen, digitalen Möglichkeiten von Telemedizin, Apps, Wearables, Video-Arztbesuch etc. vorbereitet werden, damit sie diese digitalen Tools zu ihrem Vorteil bzw. für eine qualitativ bessere Patientenversorgung nutzen können. Das unterstreichen die folgende Beispiele:

  • Seit einem Jahr gibt es die Möglichkeit zum Video-Arztbesuch - nur ganz wenige Praxen nutzen diese Möglichkeit (2).
  • Es wird viel Geld in telemedizinische Projekte zu besseren Versorgung von chronischen Patienten in ländlichen Gebieten investiert, die am Ende des Tages abgebrochen werden, weil man nicht genügend Patienten gewinnen kann (3).
  • Digitalen Patientenakten sind keine Selbstläufer. Sie werden von verschiedenen Krankenkassen angeboten, doch nur ein Bruchteil der Versicherten nutzt sie, und das obwohl das Interesse - schenkt man den Umfragen der Branchenverbände glauben (4) - bei Versicherten ungebrochen hoch ist. Sie wollen digitale Gesundheitsakten, telemedizinische Dienste und Videoarztkonsultationen nutzen - nur wie?

Fazit: Ein lernendes Gesundheitssystem war nie wichtiger als heute. Das erklärt die Digital Health Expertin im Interview mit Land der Gesundheit, einer Debatten-Plattform des Unternehmens Pfizer. Mit HealthOn, der größten Informationsplattform für Gesundheits-Apps, liefert sie seit vielen Jahren einen Beitrag zur Stärkung der digitalen Gesundheitskompetenz (5).

 

Quellen:

  1. Das Effizienzpotential im Gesundheitswesen liegt bei fast 40 Mrd. €. PwC Deutschland, Mai 2018.
  2. DocDirekt in Baden-Württemberg: Analyse nach einem Jahr. April 2019
  3. Telemedizinstudie für Herzpatienten in Mecklenburg-Vorpommern, Mai 2019
  4. E-Health-Studie des Branchenverbandes BITKOM, Mai 2019
  5. Checkliste Gesundheits-App: Risiken einschätzen, App selbstbestimmt auswählen.

 

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